Balver Jugendzentrum

Förderverein: Keine Rettung mehr in letzter Sekunde


Der letzte Funken Hoffnung ist erloschen. Der Förderverein für Jugendhilfe in Balve wird 40 Jahre nach seiner Gründung aufgelöst. Der letzte Akt wird am Montag, 27. Januar, um 19 Uhr im Balver Jugendzentrum vollzogen. Dann wird die Auflösung des Fördervereins endgültig beschlossen.

Bis zuletzt hatte der geschäftsführende Vorstand gehofft, mit neuen und jüngeren Gesichtern in der Vorstandsriege das Vereinsleben weiterführen zu können. Aber als gestern Abend nur sieben der insgesamt 109 stimmberechtigten Mitglieder im Jugendzentrum auftauchten, war schnell klar, dass es keine Rettung in letzter Sekunde mehr geben würde.

Rudolf Rath, der für den erkrankten Vorsitzenden Klaus Gödtner die Sitzung leitete, war gefasst, schließlich hatte sich das Ende des Fördervereins seit Monaten abgezeichnet. „Wir brauchen keine traurigen Gesichter zu machen, sondern können auf die vergangenen 40 Jahre verdammt stolz sein“, sagte der stellvertretende Vorsitzende.

Rath war 1974 einer der Initiatoren der offenen Jugendarbeit in Balve. Der Förderverein hatte selbst 2013 noch das Balver Jugendzen­trum finanziell unterstützt: Mit 200 Euro für eine Leinwand samt Beamer und rund 2400 Euro für eine Musikverstärkeranlage, die laut Sozialarbeiter Christian Croce „in absehbarer Zeit“ aufgebaut werden soll. Der Förderverein stellte außerdem für die Samstagsbetreuung zwei Mitglieder bereit, organisierte beim Ferienspaß unter anderem eine Schatzsuche und die Führung durch das Schloss Wocklum und unterstützte finanziell die „Offene Gruppe“ in Eisborn.
Aufgaben erledigt

„Die Aufgaben, nämlich Aufbau, Entwicklung und Förderung offener Kinder- und Jugendarbeit, sind im Wesentlichen erledigt“, sagte Rudolf Rath. Das Jugendzentrum wird seit 20 Jahren von der Stadt Balve getragen und der Vorkindergarten schloss im Vorjahr mangels Bedarf. Um für die Zukunft des Fördervereins neue Einsatz- und Arbeitsfelder zu entwickeln, wäre laut Rath „frisches Blut“ nötig gewesen, um die Vorstandsämter neu zu besetzen. Die Mitgliederzahlen, und damit zwangsläufig auch die Beiträge, nahmen seit Jahren stetig ab. 109 Mitglieder sind geblieben.

Sie werden in Zukunft nicht mehr den Jahresbeitrag in Höhe von 6 Euro zahlen müssen. Mit dem Beschluss am 27. Januar endet das 40-jährige Kapitel des Fördervereins für Jugendhilfe Balve.
„Kein Bankrott“

„Wir erleben aber längst keinen Bankrott in wirtschaftlicher Hinsicht“, sagte Rudolf Rath und verwies auf den von Geschäftsführerin Christel Bathe vorgestellten Kassenstand, der nun immer noch 1676,42 Euro beträgt. In der Vereinssatzung ist festgeschrieben, dass das Geld der Stadt Balve zur Verfügung gestellt wird, mit der Auflage, es für die offene Jugendarbeit in der Hönne­stadt zu verwenden.

Vom geschäftsführenden Vorstand bleiben nur noch der stellvertretende Vorsitzende Rudolf Rath, Stellvertreterin Carmen Püttmann und die Geschäftsführerin Christel Bat­he übrig. Sie werden am 27. Januar die Auflösung des Vereins bei einer Mitgliederversammlung ab­wickeln. Rudolf Rath blickt mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück: „Schade. Wir haben viel erreicht. Aber bevor wir zu einem reinen Geldverwahrungs- oder Einnahmeverein werden, ziehen wir besser die Reißleine.“

Alexander Bange

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Eberhard Honert gestorben

Unser langjähriges "Ständiges Mitglied im Vorstand" Eberhard Honert aus Eisborn ist gestorben. Er wurde am 17. März 1950 geboren, wurde also nur 63 Jahre alt. Er hat jahrzehntelang im Vorstand unseres Vereins zur Förderung der Jugendhilfe in Balve e.V. mitgearbeitet, unsere Arbeit mitgeprägt und auch die Interessen der BJZ-Arbeit in Eisborn wirksam vertreten. Wir haben ihm für seine Unterstützung in der heimischen Jugendhilfe sehr zu danken.

Eberhard Honert wird am kommenden Dienstag, 29. Oktober 2013, in Eisborn beerdigt.

Jahreshauptversammlung 2012

Jahreshauptversammlung des Fördervereins Jugendhilfe

Der Verein zur Förderung der Jugendhilfe in Balve e. V. lädt zu seiner diesjährigen Jahreshauptversammlung am Dienstag, dem 27. November 2012, in das Balver Jugendzentrum an der Sauerlandstr. 2 ein.
Dazu kündigt Christian Croce, Leiter der Freizeitstätte, an: „Vor Ort können alle Teilnehmer die verschiedenen Verbesserungen und Verschönerungen in Augenschein nehmen. Sie wurden von der Stadt Balve als Träger finanziert und von eifrigen Helferinnen und Helfern in dem ehemaligen „Winterschul-Gebäude umgesetzt.“

1. Vorsitzender Klaus Gödtner hofft, dass er zu Beginn um 19.00 Uhr möglichst viele Fördermitgliedern begrüßen und damit die Versammlung einleiten kann. Es gibt nur eine kurze Tagesordnung, zu denen im weiteren Verlauf die Verlesung des Protokolls der Mitgliederversammlung vom 22. November 2011 und der Jahresbericht des Vorstandes gehören. Gödtner erwartet, dass dieser Bericht auf besonders Interesse stoßen wird: „Sicher erinnert sich mancher mit etwas Wehmut an die Schließung des Vorkindergartens, die vor einem halben Jahr erforderlich wurde.“

Der Fördervereinsvorsitzende verspricht:
„Der Kassenbericht mit dem Bericht der Kassenprüfer wird in den weiteren Punkten der Tagesordnung Daten und Fakten liefern. Sie zeigen auf, dass der Vorstand die vorsorgliche Mitgliederentscheidung vor einem Jahr zur Schließung der Einrichtung in der Winterschule umsetzen musste.“ Der 1. Vorsitzende rechnet deshalb auch beim nächsten Punkt der Beratung mit einer Entlastung des Leitungsgremiums.

Da Neuwahlen zum Vorstand in diesem Jahr nicht anstehen, wird das bewährte Team mit seinen Mitgliedern vor allem über den Punkt „Programmplanung für 2012“ intensiv beraten. Zuvor aber stellt Friedhelm Teutenberg, Mitarbeiter des Märkischen Kreises, seinen neuen Aufgabenbereich vor: „Migration – Integration – Jugendhilfe.“ Ob sich daraus neue Ideen für die ehrenamtliche Jugendhilfe in Balve entwickeln lassen? Der Punkt „Verschiedenes“ rundet den Themenkatalog des Abends ab, bevor Klaus Gödtner Mitglieder, Gäste und Vorstand in den gemütlichen Teil des Abends entlassen wird.
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Der letzte Sargnagel für den Vorkindergarten

Balve. Der Vorkindergarten ist Geschichte. Einer, der ihn im Jahr 1974 aus der Taufe hob, hielt gestern vor Betreuern, Eltern, Kindern sowie dem stellvertretenden Bürgermeister Reinhard Schmidt und Friedhelm Teutenberg vom Jugendamt des Märkischen Kreises die Grabrede auf eine Balver Betreuungsinstitution. Danach sprach Rudolf Rath mit der WESTFALENPOST über die Gründe der Schließung und das weitere Engagement des Vereins zur Förderung der Jugendhilfe in Balve, der die Trägerschaft inne hatte.

Was ist das für ein Gefühl, nun nach knapp 40 Jahren den letzten Sargnagel in den Vorkindergarten zu schlagen?

Ganz persönlich bin ich natürlich betroffen. Ich habe daran mitgearbeitet, den Vorkindergarten zu eröffnen. Das ist so etwas wie das Ende eines Lebensabschnitts. Als Verein jedoch versinken wir nicht in Wehmut.

Wieso hält sich an dieser Stelle die Trauer in Grenzen?

Wir betrachten diese Entwicklung sehr realistisch. Wir wollten stets eine Nische füllen, etwas anbieten, das andere Tageseinrichtungen nicht können. Wir wollten immer nur die Nachfrage befriedigen. Das ist 38 Jahre überwiegend sehr gut gelungen, aber diese Nachfrage gibt es nun nicht mehr. Hatten wir zu Spitzenzeiten täglich 30 Kinder, waren es zum Schluss nur noch dreimal pro Woche etwa fünf Kinder.

Worin sehen Sie die Gründe für das sinkende Interesse der Eltern? Schließlich steigt die Anzahl der berufstätigen Mütter.

Offizielle Einrichtungen müssen gesetzlich mittlerweile das leisten, was wir angeboten haben. U2- und U3-Betreuung in Kindertagesstätten, die um Längen besser ausgestattet sind als wir, ist mittlerweile überall verfügbar. Weil wir kein offizieller Kindergarten waren, mussten wir uns nie um Landesgesetze kümmern, jetzt haben genau diese uns gemeinsam mit dem demografischen Wandel überflüssig gemacht.

Das sah Anfang der 70er Jahre noch ganz anders aus.

In der Hönnestadt existierten damals lediglich der St.-Blasius-Kindergarten Balve, der Kindergarten Heilige Drei Könige Garbeck und der Antoniuskindergarten Beckum. Es ging damals nicht rein um die Entlastung der Mütter von Kindern bis drei Jahre. Weil Kinder aus Platzgründen vom Kindergarten abgewiesen wurden, bestand ebenfalls Handlungsbedarf. Deshalb haben wir zusammen mit Margarethe Bathe und Mechthild Ahrens den Vorkindergarten gegründet und anfangs sogar Kinder bis vier Jahre aufgenommen.

Und Sie waren all die Jahre danach aktiv als Vorstandsmitglied des Vereins zur Förderung der Jugendhilfe um das Wohl des Vorkindergartens bemüht.

Nein! Wegen meines Studiums, aber in erster Linie wegen meiner beruflichen Tätigkeit beim Jugendamt des Märkischen Kreises in Lüdenscheid, durfte ich sogar etwa 15 Jahre gar nicht für den Vorkindergarten aktiv sein. Ich hätte mir ja selbst Geld bewilligen können.

Wie kam es dann zur Rückkehr in den Vorstand?

Mitte der 2000er Jahre drohte der Verein zu zerbrechen und mit ihm der Vorkindergarten zu sterben. Das wollte ich auf gar keinen Fall, weshalb ich die Arbeit wieder aufgenommen habe.

Nun geben Sie den Schlüssel zu den Räumen symbolisch an die Stadt Balve zurück Was passiert mit den Räumen?

Diese kann die Lebenshilfe genau so kostenlos nutzen, wie die Stadt Balve es uns all die Jahre ermöglicht hat. Ebenfalls geht ein Teil unseres Inventars an die Lebenshilfe über, der andere Teil an die Balver Kindergärten.

Wofür wird sich der Jugendhilfeverein nun engagieren?

Wir haben uns immer schon breiter engagiert als nur im Vorkindergarten, zum Beispiel im Jugendzentrum, was wir nun intensivieren wollen. Es muss also niemand austreten, wir haben noch viel zu tun.                                                                                                                         Stefan Scherer

Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/balve/der-letzte-sargnagel-fuer-den-vorkindergarten-id6847074.html am 16. Juli 2012


Zeitungsartikel Jahreshauptversammlung

Quelle: Westfalenpost vom 23.11.2011

 


Einladung Jahreshauptversammlung

Der ‚Verein zur Förderung der Jugendhilfe in Balve e. V.‘ führt seine Jahreshauptversammlung am Dienstag, dem 22. November 2011, durch. Vorstand und Mitglieder treffen sich um 19 Uhr im Balver Jugendzentrum, Sauerlandstr. 2. Hier, wo der Förderverein die Kinder- und Jugendarbeit dieser städtischen Einrichtung unterstützt, wird 1. Vorsitzender Klaus Gödtner die Teilnehmer nach seiner Begrüßung durch die Tagesordnung führen. Die Protokollverlesung zur Jahresversammlung im Vorjahr gibt dann Aufschluss darüber, ob bzw. mit welchen Ergebnissen die Beschlüsse im letzten Jahr vom Vorstand umgesetzt werden konnten. Die Verantwortlichen des Fördervereins, der in diesem Jahr seinen 37. Geburtstag feiern könnte, werden auch in ihrem Jahresbericht auf das Geschehen in den letzten 12 Monaten eingehen. Einen Schwerpunkt wird dabei sicher der Bericht über den Balver Vorkindergarten bilden. Seit längerer Zeit schon verzeichnet die Besucherstatistik  deutlich nachlassende Besucherzahlen. Ursprünglich nur als Restbedarfsdeckung zu den örtlichen Kindertageseinrichtungen geplant, ist seine seine Existenz mangels Nachfrage inzwischen höchst gefährdet. Nun stehen intensive Beratungen über die Zukunft dieser Betreuungsform an. Erfreulicheres ist dagegen aus dem Balver Jugendzentrum zu melden: Christian Croce wird sich als neuer Leiter vorstellen und seine Vorstellungen für die offene Kinder- und Jugendarbeit, aber zur weiteren Zusammenarbeit mit dem Förderverein aufzeigen.  Im weiteren Verlauf der Tagesordnung berichten die Kassenprüfer über ihre Ergebnisse, bevor mit der Entlastung des Vorstandes zu rechnen ist. In diesem Jahr, nämlich in zweijährigem Rhythmus, stehen satzungsgemäß Vorstandswahlen an. Wie das Programm des Fördervereins dann in den nächsten zwölf Monaten aussieht, darüber beraten die Mitglieder gemeinsam mit den neu- oder auch wiedergewählten Damen und Herren. Und was nach diesen verschiedenen Punkten dann noch offen ist, passt sicher in den Punkt „Verschiedenes“ am Schluss der Versammlung. „Nun bleibt zu hoffen“, so Klaus Gödtner im Hinblick auf die wichtigen Themen, „dass sich  recht viele Mitglieder an unseren Beratungen beteiligen.“